Carrelage / tilings

                                                                                                                                                2001-2005
Mischtechnik (Aquarell, Tusche, Öl, Pastell…)
Papierformat ca. 48x64 cm, gerahmt 73x97,5 cm
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Carrelage Die Frage « Was ist ein Bild ? » habe ich im spielerischen Experiment noch einmal künstlerisch dekliniert.

Der Betrachter :

Je nach Augenhöhe (Niveau) die ja bekanntlich den Horizont bestimmt und dem individuellen, ja einzigartigen Standpunkt den ein Mensch vor dem Bildobjekt einnimmt, erscheint das Tableau unterschiedlich. Subjektiv ist ja sowieso die Ansichtssache zwischen Betrachter und Kunst.

Und so sucht man das Objekt ab nach dem Inhalt (Aussage ?) bzw. Ursprung des jetzt zu sehenden Ergebnisses eines Gestaltungsprozesses. Dieser ist mehr zu ahnen als dass er wie üblich abzulesen ist. Diese meine Verhüllung kann irritieren, verstören, ungeduldig machen – zumal bei jeder Körper-Bewegung sich auch das Bild bewegt. Was gerade noch erkannt, ist jetzt wieder in Methamorphose. Wo nur ist das « endgültige » Ergebnis ?

Das Werk :

In bestimmter Höhe an der Wand, in geplantem Abstand zum Nachbarwerk gehängt, ergeben sich im Diptychon und mehr noch im Dreiklang (Triptychon) eine Dramaturgie, die das Einzelbild in seinem Charakter bestätigt oder gar noch verstärkt.

Bandbreiten von « laut » und « leise », « schnell » oder « langsam » etc. werden hier ermöglicht. Bei allen Unterschieden bleibt jedoch der gemeinsame Nenner, die gerade noch zu erkennende gemeinsame Herkunft aus der Serie der « Kacheln » (Carrelage) deutlich, mit seinen breiten Senkrechten und Waagerechten, Arbeiten einer Serie auf Papier aus den Jahren 2000 bis 2010. Neu in den Bildkästen sind Spiegel, die eine jeweils unterschiedliche Farbigkeit des vor ihm stehenden Betrachters in das Bild integrieren und gleichzeitig an ihn zurückgeben. Auch als abendlicher Restlichtverstärker sind die Spiegel nützlich.

Bei den hochformatigen etwas unscharf wirkenden Jahreszeitbildern, « Landschaft » genannt, hat sich das Motiv wie durch xfacher Detail- Vergrösserung zu einem Makrokosmos von Malerei entwickelt. Auch hier ist kein Gegenstand mehr ersichtlich. Die Behauptung des Titels muss einfach geglaubt werden. Oder auch nicht, denn wo ist hier das Bild ? Jetzt werden die Veränderungen der Arbeiten nur noch von dem unterschiedlichen Lichteinfall der Tages- oder Jahreszeiten bestimmt. Aber darauf hat der Künstler so wenig Einfluss, wie auf den Standpunkt des Betrachters.

P.S. :

bislang sind die Arbeiten im Format limitiert, weil durch das dicke Glas schon bei mittlerer Größe viel Gewicht entsteht. Es wird an großen Acrylglasplatten von gleichen Strukturen gearbeitet. Dann kann im Jahr 2012 bis zum Format 200 x 150 cm gearbeitet werden.
„What the heck is a picture?“ I have playfully modified this question, or better: this riddle, in an kind of artistic experiment.

The viewer, the onlooker:

It is the eye level, in other words, the – cultural-horizon, plus the individual and genuinely unique point of view onlookers may assume in front of a picture, which gives them different aspects of the same picture depending on their respective position. More generally speaking: in the end, the artistic impact of a piece of art on the viewer is totally subjective. And the viewer desperately scrutinzes the picture to find some hints that might reveal such a thing like the message – or maybe the origin – of the artistic process. Perhaps you might get a glimpse of it, but you will not recognize it clearly. I know, my way of hiding the message may irritate you, may make you impatient or even upset – all the more that every change of your position makes the picture change its aspect as well. Sharp view versus metamorphosis. I am afraid there is no definite result.

The piece of art:

Fixed to the wall, leaving a certain calculated distance between each other, the pictures form a diptych, or even a triptych, following my plans as dramatic adviser, which underlines the character of each picture, or even may enhance the respective character.

You may get aware of the scope between „soft“ and „loud“, between „fast“ and „slow“ and so on. Despite all the differences, the common origin remains visible, the broad vertical and horizontal stripes, all works belonging to a series of paper paintings from the years 2000 to 2010 called „Carrelage“. I have added a new element to these „picture chests“, a mirror, which incorporates the various colours that the viewer emanates, and reflects them to him at the same time. Besides, a very useful instrument in the fading evening light, indeed. . .

Let’s have a look at the „season pictures“, which I have called „landscapes“. You may see that the motif by being blown-up many times has turned into a genuine macrcosm of painting. No definite object can be identified. So believe what the title tells you ... or leave it, since there is no drawing, no picture in sight. Potential changes in the picture are due to the varying daylight or the distinct light of the four seasons. But this is out of the artist’s reach, nor has he any influence on the viewer’s position.

P.S.

The weight of the glass so far has set a limit to the size of the pictures. The artist is working on larger acrylic glass panels and is hopeful to realize sizes of 200 x 150 cm.