Tagebücher / diaries

1988–2012
Mischtechnik (Aquarell, Tusche, Öl, Pastell, Knetgummi…)
Papierformat ca. 48x64 cm
Gerahmt 73x97,5 cm
 

Rucksackgerechtes Format (in Wirklichkeit nehme ich selten die großen Bücher mit, denn das zieht unweigerlich ziemlich viel unterschiedliche und schwere Malmittel nach sich.) aus Vorsatzpapieren diverser Tönungen, wie in wertvollen Büchern. Skizzenbücher, das sind meist zwei Seiten die gemeinsam bearbeitet, später geerntet werden, wenn es mir gelungen scheint. Manche Bilder jedoch reifen mit der Zeit ohne mein Zutun. Oder ist es eher so, dass ich mich selbst weiterentwickelt habe und das Bild von damals mir gerade recht kommt?

Auf jeden Fall gibt mir die Intimität eines Tagebuches auch den Mut risikoreich, also ohne Rücksicht auf das Ergebnis, mich und neue Materialkombinationen auszuprobieren. Hier kann ich mich dann auch mal irren, austoben, dazulernen... Bislang sind aber aus den ungezählten Tagebüchern noch nie Vorlagen für größere Bilder entstanden, d.h. sie stehen für mich als eigenständige Werke neben den anderen Arbeiten.

Manchmal tauchen auch längst vergessen oder abgelegt scheinende Formen und Themen wieder auf - ein Wiedersehen über das sich "Täter wie Opfer" immer wieder freuen. Sollten mir dann einmal die Bilder wie von selbst von der Hand gehen, ohne dass die Beteiligten glücklich überrascht sind, dann beginne ich mit Themen und Materialien, die ich noch nicht kenne. Als Betrachter meiner Bilder wollen Sie doch auch überrascht und nicht gelangweilt werden. Oder?

Book end paper of various tinges, like those you find in precious old books. Fairly important to decide on a size fitting in my backpack (indeed, I seldom take with me the large-sized books, since this means dragging along quite a number of different and mostly heavy paraphernalia for painting). Then sketchbooks, that means one drawing covering both pages lying open before me, getting harvested later when I mean it’s time to bring in the crop. But some paintings ripen all out of themselves, without me having a hand in it. Or maybe it’s me who has ripened and developed in the meantime and surprisingly I now see that the painting fits perfectly?

In any case, the intimacy of my diary bestows some courage on me to run risks, that means it allows me to try out both myself and new combinations of material and colour. No problem if I miss, no one prevents me from running riot so to speak, but in any case I will learn. Yet so far, not a single page out of my innumerable diaries have served as a model for a large-sized painting. Conclusion: I eventually consider them as autonomous works of art in addition to all my other paintings and objects.

At times, forms and motifs sunk into oblivion long ago or simply laid aside some day, emerge all of a sudden – a meeting always welcome to both „offender“ and „victim“ . And should it happen one day that paintings surprisingly and successfully realize themselves all by their own, then I’ll start off with motifs and material which I have not tried out yet. You, dear viewer, you as well want to feel a kick of surprise rather than be bored, don’t you?


Quadrillé

 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
     

Tisch

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Landschaften

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
       

Gefässe

 
 
 
 
 
     

Rond point

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   

Boot und Leiter

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   

Tag für Tag